Rezension: Lieber schlampig glücklich als ordentlich gestresst!

Lieber schlampig glücklich als ordentlich gestresst: Wege aus der Perfektionismusfalle von Becker/Meyer-Klaes

Rezension: Lieber schlampig glücklich als ordentlich gestresst! Zeitmanagement Stress Selbstmanagement Perfektionismus  belvederesi Kommunikations  & Unternehmenberatung in AachenViele Menschen sind in ihrem Alltag Opfer von einer endlosen Liste von überzogenen Erwartungen.

Vielleicht kennen Sie ja die Situation: Sie kommen gestresst zur Arbeit, weil Sie morgens schon die Kinder fertig machen und zur Schule fahren mussten. Den Stau auf der Autobahn haben Sie bereits dazu genutzt die Präsentationsfolien für das Meeting durchzugehen. Auf Ihrem Schreibtisch stapelt sich das Papier und Sie verwalten gefühlte 100 Projekte gleichzeitig, für die Sie – so denken alle – der  Ansprechpartner seien. Kommt jemand außer der Reihe auf Sie zu, sagen Sie selten nein. Zwei Stunden nach offiziellem Feierabend kommen Sie endlich nach Hause, wo Ihre Kinder Hunger haben. Spät abends würden Sie sich eigentlich gerne kurz entspannen, bevor der Wahnsinn am nächsten Tag von vorne startet. Aber leider sind da noch der Abwasch und die Wäsche…

Das Verlangen danach, alles stets zu vollster Zufriedenheit auszuführen und Eindruck damit zu schinden, Job, Familie und Privatleben in Einklang zu bringen und dabei alles perfekt zu managen, sind typische Merkmale für Perfektionismus. Denn wer „möchte nicht schön, erfolgreich, vollkommen und bewundert sein?“ (S. 9) – und das natürlich alles gleichzeitig und ganz einfach nebenbei. Aber wie viel Herzblut steckt dann eigentlich noch in der einzelnen Sache?

Problematisch ist, dass das was früher interessant war zur stressigen Verpflichtung wird. Motivation und das Engagement gehen im Wust von noch zu erledigenden Sachen schnell verloren. Und trotzdem ist man/frau überzeugt davon, dass nur die Erfüllung aller Aufgaben zur Absolution verhilft.

Wir sind über ein interessantes Buch gestolpert, das wir Ihnen an dieser Stelle gerne vorstellen möchten. Es befasst sich damit, genau diesen, oft automatisch voreingestellten Irrglauben aus dem Weg zu räumen. Wer nach Perfektion strebt, der wird immer Strebender bleiben. Denn Perfektion ist meist unerreichbar.

Perfektionismus macht meistens eher weniger glücklich, setzt dafür umso mehr unter Druck, erzeugt Stress und Unzufriedenheit. Somit ist er eher kontraproduktiv. Das Leben ist deutlich angenehmer, und Sie haben vielmehr davon, Ihren eigenen Perfektionsanspruch zu zügeln anstatt nicht zu wissen, wo Ihnen der Kopf steht.

Summa summarum zeigt dieses Buch Ihnen wie Sie vom „Yesbutter“ zum „Whynotter“ werden. Leicht leserlich und auf amüsante Weise erklären die beiden Autorinnen Ihnen, warum Sie lieber etwas unordentlich aber zufrieden sein sollten, als nahezu perfekt aber dafür kurz vor einem Burn-Out. Anstatt sich daran zu erinnern, was nicht ganz nach ihren Vorstellungen geklappt hat, oder wie Sie etwas hätten besser machen können, legt dieses Buch Ihnen nahe eben den Blickwinkel einmal darauf zu wechseln, was Sie bisher schon geschafft haben. Es regt Ihre Gedanken an und ermuntert Sie, manchmal wegzuschauen und nicht alles zu genau zu nehmen. Letztendlich ist der Titel zutreffend: „Lieber schlampig glücklich als ordentlich gestresst.“ Das besonders Schöne ist, dass dieses Buch  der geeignete Anlass dafür ist, einmal mit dem persönlichen Perfektionsstreben zu brechen. Das Fazit der Autorinnen nach knapp 200 einleuchtenden Seiten ist nichts als logisch. Obwohl auch hier wahrscheinlich gilt: Gesagt ist leichter als getan.

Rezension: Lieber schlampig glücklich als ordentlich gestresst! Zeitmanagement Stress Selbstmanagement Perfektionismus  belvederesi Kommunikations  & Unternehmenberatung in Aachen

Paula Wolff


Studentische Praktikantin der belvederesi Kommunikations- und Unternehmensberatung (Aachen)

You may also like...

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>